Die großherzogliche Familie

I.K.H. Großherzogin Charlotte

Geboren am

23 Januar 1896

auf Schloss Berg

Portrait de la Grande-Duchesse Charlotte

© Fotosammlung / Cour grand-ducale

Biografie

Großherzogin Charlotte Adelgonde Elisabeth Marie Wilhelmine von Luxemburg, Herzogin von Nassau, ist die zweite Tochter von Großherzog Guillaume IV. und Großherzogin Maria Anna, geborene Prinzessin von Braganza. Sie war Großherzogin von 1919 bis zu ihrer Abdankung im Jahr 1964.

Aus ihrer Ehe mit Prinz Félix von Bourbon-Parma wurden sechs Kinder geboren:

  • Prinz Jean (1921-2019),
  • Prinzessin Elisabeth (1922-2011),
  • Prinzessin Marie-Adélaïde (1924-2007),
  • Prinzessin Marie-Gabrielle (1925-),
  • Prinz Charles (1927-1977)
  • Prinzessin Alix (1929-2019).

Sie starb am 9. Juli 1985 auf Schloss Fischbach.

Grande-Duchesse Charlotte portrait
© Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Porträit von I.K.H. Prinzessin Charlotte

40e anniversaire de règne de la Grande-Duchesse Charlotte

Für weitere Informationen über S.K.H. Prinz Félix

Jugend und Thronbesteigung

Ihre Kindheit verbrachte Prinzessin Charlotte auf Schloss Berg und Schloss Hohenburg. Sie erhielt keine spezielle Ausbildung zur Vorbereitung auf ihre Aufgaben als zukünftige Großherzogin, aber zusammen mit ihren fünf Schwestern gehörte sie zur ersten Generation, die die luxemburgische Sprache und Kultur erlernte.

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Großherzogin Charlotte mit ihren Schwestern

Wenige Tage vor ihrem 23. Geburtstag bestieg Charlotte nach der Abdankung ihrer Schwester Marie-Adélaïde den Thron. Am 15. Januar 1919 legte sie vor einer Delegation des Parlaments auf Schloss Berg den Eid ab. Am Vortag hatten 30 Abgeordnete für die Entsendung der Delegation zur Vereidigung gestimmt, 19 hatten dagegen gestimmt.

Am 18. Januar gab sie eine Proklamation heraus, in der sie erklärte:

"...All meine Bemühungen werden auf die gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten als Souverän von Luxemburg gerichtet sein. Unser Volk hat, mit der Liebe zu seinen nationalen Traditionen, schon immer Gerechtigkeit und Freiheit verehrt. Ich werde meine hohe Mission in demselben Geist ausführen. Mein Vorgehen bei der Ausübung der obersten Gewalt ist durch die Verfassung und die Gesetze des Landes bestimmt; die Regierung, die das Vertrauen der Nation genießt, wird mir als Leiter und Berater dienen. Die demokratische Reform unseres Grundlagenvertrags, die die verfassungsgebende Abgeordnetenkammer vorbereitet, wird meine volle Zustimmung finden. Ich werde das Leben meines Volkes leben, von dem ich durch nicht durch irgendwelche Schranken getrennt sein will. Ich werde seine Freuden und Leiden teilen...".

Diese Worte zeigen deutlich, dass Großherzogin Charlotte gewillt war, die politischen Machtverhältnisse zu respektieren und somit außerhalb des politischen Geschehens zu bleiben. Außerdem überwand sie die Barrieren, die eine germanophile Entourage noch zwischen Großherzogin Marie-Adélaïde und dem luxemburgischen Volk aufrechterhalten hatte. Sie war die erste Landesherrin, die sich in luxemburgisch an die Bevölkerung wandte.

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Porträit I.K.H. Großherzogin Charlotte

Neun Monate später, am 28. September 1919, fand die zweiteilige Volksabstimmung über die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes (Wirtschaftsunion mit Frankreich oder Belgien) und über die Frage der künftigen Staatsform statt. Es war ein klares Votum für die Beibehaltung der Dynastie unter Großherzogin Charlotte (77,8 % der gültigen Stimmen), die sich nun auf eine doppelte Legitimation stützen konnte, eine verfassungsmäßige und eine demokratische.

Prinzenhochzeit in Luxemburg

S.A.R. la Grande-Duchesse Charlotte épouse le Prince Félix
© Fotosammlung / Cour grand-ducale

Großherzogin Charlotte heiratet Prinz Félix

Am 6. November 1919 heiratete sie Prinz Félix von Bourbon-Parma in Luxemburg. Es war die erste Hochzeit eines Mitglieds der großherzoglichen Familie, die in Luxemburg gefeiert wurde, und sie trug maßgeblich dazu bei, die großherzogliche Familie ein wenig fester in den Herzen der Luxemburger zu verankern.

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Foto von Prinz Félix und Großherzogin Charlotte vor dem Felsendom in Jerusalem, einer der Stationen ihrer Hochzeitsreise
40e anniversaire de règne de la Grande-Duchesse Charlotte

Die Zwischenkriegsjahre

Die Zeit zwischen den zwei Weltkriegen war vor allem durch den Beitritt von Luxemburgs zum Völkerbund (SDN) im Dezember 1920 und durch die Gründung der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion (UEBL) im Jahr 1921 geprägt. Luxemburg schaffte es, die Weltwirtschaftskrise zu meistern. Die Regierung von Joseph Bech verfolgte eine aktive Außenpolitik, die es Luxemburg ermöglichte, eine sichere Position auf der internationalen Bühne einzunehmen.

In den folgenden Jahren gelang es Großherzogin Charlotte mit viel Fingerspitzengefühl, den Respekt des luxemburgischen Volkes zu gewinnen. Ihre Anmut, Eleganz und Schlichtheit, verbunden mit ihrer Schönheit, ihrem Witz und ihrem Urteilsvermögen, dienten ihr auf bewundernswerte Weise bei ihren Bemühungen, Menschen zusammenzubringen.

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Portrait von I.K.H. Großherzogin Charlotte von Luxemburg

Eine starke Verbindung zur Bevölkerung baut sich auf

Großherzogin Charlotte konnte auch unter neuen Rahmenbedingungen durch die Verfassungsreform von 1919 handeln. Die Vorrechte der Krone wurden eingegrenzt und neu definiert. Die souveräne Macht oblag demnach nicht mehr der Person des Großherzoges, sondern der Nation. Die Befugnisse des Souveräns beschränkten sich auf "jene, die ihm formell durch die Verfassung und die besonderen Gesetze zugewiesen" waren. Dadurch wurde jede eigenständige Politik unmöglich gemacht.

Folglich griff Charlotte während der Ministerkrise von 1925 und den Ereignissen von 1937 um das Ordnungsrecht nicht ein. Außerdem unterhielt sie von 1926 bis zum Ende ihrer Regierungszeit ein herzliches und vertrauensvolles Verhältnis zum Regierungspräsidenten Joseph Bech.

Mitte der 1930er Jahre kam die Gefahr eines Krieges wieder auf. Angesichts der Möglichkeit einer Annexion durch Nazi-Deutschland entwickelten die Luxemburger ein patriotisches Gefühl, in dessen Mittelpunkt sie die Dynastie stellten.

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II.KK.HH. Großherzogin Charlotte und Prinzgemahl Félix bei einer der offiziellen Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit des Großherzogtums Luxemburg

Während der Feierlichkeiten zur Hundertjahrfeier der Unabhängigkeit im Jahr 1939 stand Großherzogin Charlotte im Mittelpunkt der Festivitäten, sowohl in der Hauptstadt als auch in den Kantonshauptstädten.

Am 22. April 1939 drückte sie vor dem Parlament ihren Glauben an die Zukunft des Landes mit folgenden Worten aus:

"...Ich danke der göttlichen Vorsehung, dass sie in der Vergangenheit ihre schützende Hand über unsere Schwäche gehalten hat, und ich bitte sie, mir bei der Erfüllung meiner Aufgabe zu helfen, indem sie dem freien und unabhängigen Luxemburg weiterhin ihren Schutz gewährt. Gestärkt durch den patriotischen Zusammenschluss und den unbändigen Willen all seiner Kinder wird Luxemburg mit Gottes Hilfe niemals untergehen!"

Zweiter Weltkrieg: die Zeit des Exils

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen und acht Monate später verletzten seine Truppen die unbewaffnete Neutralität Luxemburgs. In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1940 drangen die Deutschen ins Großherzogtum ein. Am Tag zuvor wurde auf einem außerordentlichen Ministerrat in der Hauptstadt beschlossen, dass die großherzogliche Familie Luxemburg verlassen würde, um sich dem Übergriff der Deutschen zu entziehen und sich unter den Schutz Frankreichs zu stellen. Großherzogin Charlotte erklärte, dies sei eine "schwierige, aber notwendige Entscheidung". Sie und ihre Regierung schlossen sich damit dem alliierten Lager an.

Von Frankreich aus mussten sie eine lange Reise durch Spanien und Portugal, in die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und Kanada antreten. Nazi-Deutschland versuchte, sie zur Rückkehr ins Großherzogtum zu bewegen; die Großherzogin antwortete jedoch: "Mein Herz sagt ja, aber mein Verstand sagt nein". Die Großherzogin war untröstlich und tief betrübt von der Tatsache, dass sie die Luxemburger zu Hause nicht unterstützen konnte, aber sie hatte erkannt, dass sie ihnen in Übersee besser dienen konnte.

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Am Kai eines portugiesischen Hafens diskutiert I.K.H. Großherzogin Charlotte mit Ministern der luxemburgischen Exilregierung

Der offizielle Sitz der luxemburgischen Regierung wurde in London eingerichtet. Ab 1941 zog die Großherzogin dorthin und ermutigte die Luxemburger zum Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Tatsächlich wandte sich Großherzogin Charlotte seit 1940 in der BBC an das luxemburgische Volk. Ihre Rede am 5. September 1940 demonstriert ihre Solidarität:

"E Gro'ss aus de'fstem Hêrz den ech glëcklech an dankbar sinn un iech rîchten ze können. Dir wesst we' gären ech bei iech bliwe wär, fir mat iech d'Suergen an d'Léd ze délen, de' di Deitsch den 10. Mê iwer onst klengt Lang bruocht hun.

D'Wuel und Zo'konft vum Land hun und ânescht gewollt. Und ass nô lânger Iwerléong dat mir ons zu dem Schrött entschloss hun vun iech fortzegoen. Und wor dât ê schwe'ren, mä no'twendege Schrött. An trotzdém ech wéss, dat me' we' é Letzeburger net domat averstân wor, an trotzdém onse Feind meng Ofeiesenhét vun dohém op all Art a Weis exploit'ert, wôr dé Schrött mir nach kén Ableck léd! En huet mir an der Regierong erlâbt, an aller Freihét, virun der ganzer Welt, bei allen freien Natio'nen, fir d'Rechter und d'Interessen vun onsem Land anzetrieden.

Zönter ve'er Me'nt si mer un der Arbecht.

An haut kennt d'ganz Welt dât Onrecht dât onst Land vun den Deitschen erliden huet an d'Willkür, där d'Lëtzebuerger Vollek ausgesât ass."

Übersetzung ins Deutsche

 „Ein Gruß aus tiefstem Herzen den ich glücklich und dankbar bin, an Sie richten zu können. Sie wissen, wie gerne ich bei Ihnen geblieben wäre, um mit euch die Sorgen und das Leid zu teilen, das die Deutschen am 10. Mai über unser kleines Land gebracht haben.

Das Wohl und die Zukunft des Landes haben es anders gewollt. Nach langer Überlegung haben wir uns zum Schritt entschlossen, von Ihnen wegzugehen. Das war ein schwerer, aber notwendiger Schritt. Und obwohl ich weiß, dass mehr als ein Luxemburger nicht damit einverstanden war, und obwohl unser Feind meine Abwesenheit von zuhause auf jede mögliche Art und Weise ausnutzt, bereue ich diesen Schritt noch keinen Augenblick! Er hat mir und der Regierung erlaubt, in aller Freiheit, vor der ganzen Welt, bei allen freien Nationen, für die Rechte und Interessen unseres Landes einzutreten.

Seit vier Monaten sind wir an der Arbeit.

Und heute kennt die ganze Welt das Unrecht, das unser Land durch die Deutschen erlitten hat und die Willkür, welcher das Luxemburger Volk ausgesetzt ist.“

© Fotosammlung / Cour grand-ducale
Januar 1942: Empfang zu Ehren des Geburtstags von I.K.H. Großherzogin Charlotte und des luxemburgischen Nationalfeiertags während des britischen Exils

Aber nicht nur die Großherzogin war in den Krieg verwickelt: Während ihr Mann, Prinz Félix, im Nordkommando der britischen Armee diente, schloss sich ihr Sohn, Erbprinz Jean, den britischen Irish Guards an und nahm an mehreren Schlachten teil.

Auch andere Mitglieder der Familie litten unter dem Joch von Nazi-Deutschland. Ihre Schwester, Prinzessin Antonia von Luxemburg, Ehefrau von Prinz Rupprecht von Bayern, wurde ins Lager Dachau und dann ins Lager Flossenburg deportiert, wo sie misshandelt wurde. Sie erholte sich nie mehr von dieser Erfahrung.

© Fotosammlung / Cour grand-ducale
1944: Das großherzogliche Paar beim Abschreiten einer Gruppe luxemburgischer Freiwilliger vor der luxemburgischen Botschaft in London

Gemeinsam mit der Regierung setzte sich die Großherzogin für die Anerkennung der Unabhängigkeit Luxemburgs ein. Sie traf sich mehrmals mit dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und reiste durch die Vereinigten Staaten, um zu versuchen, die amerikanischen Bürger von einem Kriegseintritt zu überzeugen. Bei ihrer Ankunft in New York, am 4. Oktober 1940, erklärte sie:

"Jetzt, wo ich ich meinen Fuß auf amerikanischen Boden setze, bin ich glücklich, mich unter den Menschen der Vereinigten Staaten zu befinden, die unter der aufgeklärten Führung von Präsident Roosevelt zu den berufenen Hütern von Freiheit und Gerechtigkeit geworden sind. Die Erklärung von Präsident Roosevelt, dass die Vereinigten Staaten niemals gewaltsam herbeigeführte territoriale Veränderungen anerkennen werden, ist ein starker Trost für die Kleinen und Schwachen. Meine erste Pflicht wird es sein, Präsident Roosevelt für alles zu danken, was er bereits für mein Land getan hat."

La Famille grand-ducale salue la foule du balcon du Palais en avril 1945
© Fotosammlung / Cour grand-ducale

Mitglieder der großherzoglichen Familie auf dem Balkon des großherzoglichen Palastes während der triumphalen Rückkehr I.K.H. der Großherzogin

Im September 1944 nahm Prinz Jean, in Begleitung seines Vaters, an der Befreiung des Großherzogtums durch die alliierten Truppen teil. Doch die deutschen Besatzer starteten zwischen dem 16. Dezember 1944 und dem 23. Januar 1945 die Ardennenoffensive, die den Norden und Osten des Großherzogtums verwüstete.

Bei ihrer Rückkehr am 14. April 1945 wurde die Großherzogin von einer begeisterten Menge empfangen, die in ihr mehr als nur eine Herrscherin sah: sie war nun das Symbol des Widerstandes des Landes und die Beschützerin des luxemburgischen Volkes. Bei ihren Besuchen der vom Krieg verwüsteten Regionen stärkte sie das Gefühl der Solidarität im Land.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg

Am 16. April 1945 hielt sie eine bewegende Rede im Parlament. Sie zollte dem Widerstand des luxemburgischen Volkes Tribut und erklärte:

"Wir werden trotz der Verwüstungen und der moralischen Schäden durch die Jahre der Unterdrückung einen Staat aufbauen, der menschlicher, gerechter und bewohnbarer ist, vor allem für die Arbeiterklasse, die das Land mit so viel Liebe, Mut und Selbstaufopferung verteidigt hat… Ich erneuere den Ausdruck meines Glaubens an die patriotische Vereinigung der Luxemburger. Hand in Hand werden wir in die Zukunft marschieren.“

© Kollektioun Cour grand-ducale / Frank Werner / Office of War Information
I.K.H. Großherzogin Charlotte wird von den Bewohnern eines verwüsteten Dorfes im Norden Luxemburgs herzlich empfangen

Auch nach den Kriegsjahren blieb die Großherzogin Charlotte das Symbol für die Einheit des luxemburgischen Volkes. Außerdem setzte sie sich weiterhin für die internationale Anerkennung Luxemburgs ein.

In den 1950er und -60er Jahren unternahm die Großherzogin zahlreiche offizielle Besuche im Ausland und bewies der Bevölkerung, dass Luxemburg als vollwertiges Mitglied der internationalen Szene anerkannt war. Während ihrer Regierungszeit beschränkten sich die Staatsbesuche nicht mehr auf die Nachbarländer, sondern wurden auf die andere Seite des Atlantiks ausgedehnt. In ihre Regierungszeit fielen auch die Anfänge der europäischen Integration.

© Fotosammlung / Cour grand-ducale
II.KK.HH. die Großherzogin und der Erbgroßherzog werden vom amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy während des luxemburgischen Staatsbesuchs 1963 empfangen

Abdankung und Ruhestand auf Schloss Fischbach

12 novembre1964, abdication de S.A.R. Grande-Duchesse Charlotte
© Tony Krier / Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Am 12. November 1964 dankte I.K.H. Großherzogin Charlotte zugunsten ihres Sohnes, S.K.H. Großherzog Jean, ab

Am 12. November 1964, nach 45 Jahren auf dem Thron, dankte sie zugunsten ihres ältesten Sohnes Jean ab und zog sich auf Schloss Fischbach zurück.

© Fotosammlung Cour grand-ducale / Théo Mey / Photothèque de la Ville de Luxembourg
Schloss Berg, 28. September 1968: 75. Geburtstag von Prinz Félix

Großherzogin Charlotte war Großmutter von 27 Enkelkindern und hatte einen fast schelmischen Charakter. Sie besaß eine magnetische Anziehungskraft durch die sich die ganze Familie um sie scharrte.

© Fotosammlung / Cour grand-ducale
Weihnachten mit der Familie auf Schloss Fischbach im Jahr 1984

Sie schrieb Gedichte in Englisch, Französisch und Deutsch und war sehr begabt für die Malerei, das Zeichnen und die Musik. Sie hatte eine Leidenschaft für ihren Garten und die Blumen und dieser Kontakt mit der Natur war für sie sehr wichtig. Diesen ausgeprägten Sinn für die Umwelt, in dem sich auch bei Großherzog Henri und Prinz Guillaume wiederfinden, gab sie an die Familie weiter.

Sie starb am 9. Juli 1985 im Alter von 89 Jahren, fünfzehn Jahre nach Prinz Félix.

© Fotosammlung / Cour grand-ducale
13. Juli 1985: Beerdigung von I.K.H. Großherzogin Charlotte

Zu ihrem Gedenken wurde auf der Place de Clairefontaine ein Denkmal errichtet, das von der Liebe der Luxemburger zu ihr zeugt. Die 2,75 m hohe Bronzestatue des französischen Bildhauers Jean Cardot wurde am 29. April 1990 eingeweiht.

© Cour grand-ducale / Sophie Margue
Gedenkfeier in der Philharmonie Luxemburg zum hundertsten Jahrestag der Thronbesteigung von I.K.H. Großherzogin Charlotte

2019 lud Großherzog Henri zur Feier des 100. Jahrestages ihrer Thronbesteigung die Bevölkerung zu einer Vorführung des Films „Léif Lëtzebuerger“ in die Philharmonie ein, zu Ehren seiner Großmutter. Der 2014 erschienene Film handelt vom großen Einsatz der Großherzogin Charlotte während des Zweiten Weltkriegs und ihrem Kampf für das luxemburgische Volk und die Unabhängigkeit des Landes.

Fotos von Großherzogin Charlotte

Prinzessin Charlotte umgeben von ihren Schwestern auf Schloss Berg © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Prinzessin Charlotte umgeben von ihren Schwestern auf Schloss Berg

Großherzogin Charlotte und Prinz Jean © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte und Prinz Jean

Großherzogin Charlotte und Winston Churchill © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte und Winston Churchill auf dem Balkon des großherzoglichen Palastes

Großherzogin Charlotte © Atelier Adèle / E.Förster

Porträt von I.K.H. Großherzogin Charlotte

Großherzogin Charlotte auf dem Balkon des großherzoglichen Palastes © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte auf dem Balkon des großherzoglichen Palastes

Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten im Jahr 1963 © AFP

Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten im Jahr 1963: Großherzogin Charlotte und Präsident John F. Kennedy

Großherzogin Charlotte © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte

Abdankung von Großherzogin Charlotte © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Abdankung von Großherzogin Charlotte im Jahr 1964

Großherzogin Charlotte umgeben von vier ihrer Enkelkinder © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte umgeben von vier ihrer Enkelkinder

Die großherzogliche Familie im Jahr 1973 © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Die großherzogliche Familie im Jahr 1973

Großherzogin Charlotte und Prinz Félix © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte und Prinz Félix

Großherzogin Charlotte und Großherzog Jean © Fotosammlung / Maison grand-ducale de Luxembourg

Großherzogin Charlotte und Großherzog Jean

 

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